Guter Immobilienmakler: Woran Sie ihn erkennen

Maklerin bespricht mit einem jungen Paar Unterlagen im Wohnzimmer

15.10.2026

Guter Immobilienmakler: Woran Sie ihn erkennen

  • Die DISQ-Studie 2026 bewertet zehn große Maklerhäuser im Schnitt nur mit „befriedigend“ (68,3 von 100 Punkten). Größte Schwächen: E-Mail-Service, Erreichbarkeit, Bedarfsanalyse.
  • Acht Warnsignale zeigen einen schwachen Makler, vom Mondpreis als Köder bis zur Funkstille nach der Unterschrift.
  • Ein guter Makler bewertet ehrlich, kennt die Mikrolage, qualifiziert Interessenten vor und meldet sich von selbst.
  • Fünf Fragen im Erstgespräch trennen echte Marktkenntnis von Bauchgefühl, etwa nach Vergleichsobjekten und Zahl der laufenden Mandate.
  • Die Provision (bei Marie-Jan Gehrke 7,14 % inkl. MwSt., je zur Hälfte) lohnt sich nur, wenn der Makler mehr herausholt, als er kostet.

Ich weiß, warum viele Leute Makler nicht mögen. Ehrlich gesagt mag ich auch nicht alle meine Kollegen.

Das schreibe ich nicht, um sympathisch zu wirken. Ich bin seit über zehn Jahren in dieser Branche und habe genug gesehen. Makler, die Mondpreise versprechen, nur um den Auftrag zu bekommen. Makler, die nach der Unterschrift unter den Maklervertrag nicht mehr ans Telefon gehen. Besichtigungen wie eine Busreise: zwanzig Interessenten an einem Samstagvormittag, und kaum einer davon war vorher geprüft. Exposés, die klingen wie alle anderen. Und am Ende Funkstille.

Das ärgert mich bis heute.

Mit Konkurrenz hat das wenig zu tun. Hinter jeder dieser Geschichten stehen Menschen, die ihr Haus, oft ihr halbes Leben, jemandem anvertraut haben, der ihnen Verlässlichkeit versprochen hat. Und dann kam nichts.

Wenn Sie verkaufen wollen und nicht wissen, wem Sie trauen können, ist dieser Artikel für Sie. Ich zeige Ihnen, woran Sie einen guten Makler erkennen, welche Warnsignale Sie ernst nehmen sollten und welche Fragen Sie im Erstgespräch stellen können. Die Branche hat beides, sehr gute Leute und ziemlich erschreckende Fälle. Nach dem Lesen sollten Sie besser einschätzen können, zu welcher Sorte Ihr Makler gehört, bevor Sie etwas unterschreiben.

1. Immobilienmakler in Deutschland: ein ehrlicher Blick auf die Branche

Eine Zahl vorweg, die mich nachdenklich gemacht hat.

Das Deutsche Institut für Service-Qualität (DISQ) hat im Februar 2026 zehn große überregionale Immobilienmakler getestet. 370 Servicekontakte, von der Telefonberatung über Besichtigungen bis zum E-Mail-Service und zur Website. Im Schnitt kam die Branche auf 68,3 von 100 Punkten, Qualitätsurteil befriedigend. Nur drei der zehn Makler haben ein „gut“ geschafft.

Die Schwachstellen sind ziemlich eindeutig. Ein großer Teil der E-Mail-Anfragen blieb unbeantwortet, und die Antworten, die kamen, gingen oft kaum auf das eigentliche Anliegen ein. Telefonisch waren viele Makler schlecht zu erreichen, und die Beratung blieb lückenhaft. Und was die Verkäufer eigentlich wollen, wurde häufig gar nicht richtig abgefragt.

Ich will das nicht dramatisieren. Es gibt sehr gute Makler in Deutschland, auch das zeigt die Studie. Aber wenn Ihr Haus Ihr größtes Vermögen ist, reicht Ihnen „befriedigend“ vermutlich nicht.

Grob gesagt gibt es zwei Arten zu arbeiten. Die einen setzen auf Masse: viele Aufträge, schnelle Abläufe, alles standardisiert. Ihr Haus ist dann eine Nummer unter vielen. Die anderen nehmen bewusst weniger Objekte an, kennen ihren Markt genau und begleiten jeden Verkauf persönlich. Zu welcher Gruppe Ihr Makler gehört, sollten Sie wissen, bevor Sie den Vertrag unterschreiben.

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Wohnsiedlung mit Einfamilienhäusern im Abendlicht aus der Vogelperspektive

2. Immobilienverkauf in Köln, Bonn, Frankfurt und Regensburg: Darum geht es

Bevor wir zu den Merkmalen kommen, kurz zu dem, was beim Verkauf auf dem Spiel steht.

Für die meisten Menschen ist die eigene Immobilie das größte Vermögen, das sie je hatten. Ein durchschnittliches Einfamilienhaus in der Wetterau wird heute für 480.000 bis 580.000 Euro gehandelt, im Frankfurter Stadtgebiet je nach Lage deutlich teurer. Im Großraum Köln, Bonn und im Rhein-Sieg-Kreis liegen vergleichbare Häuser in ähnlichen Spannen, und manche Lagen im Rhein-Erft-Kreis haben in den letzten Jahren stark aufgeholt. Regensburg gehört inzwischen zu den teuersten Märkten in Bayern. Wer dort ein größeres oder gehobenes Objekt verkauft, landet schnell bei einem siebenstelligen Preis.

Schon 5 bis 10 Prozent Unterschied beim Verkaufspreis sind dann 20.000 bis 70.000 Euro, in die eine oder andere Richtung.

Professionell begleitete Verkäufe erzielen je nach Objekt, Lage und Makler spürbar höhere Preise als vergleichbare Privatverkäufe. Wenn jemand den Markt kennt, die passenden Käufer anspricht und in der Verhandlung nicht einknickt, kann der Unterschied beträchtlich sein.

Ein schlechter Makler kostet Sie also Geld, nicht nur Nerven. Meistens nicht mit Absicht. Ihm fehlen die passenden Käufer, oder er kennt den Markt zu wenig, um den Preis richtig anzusetzen. Manchmal gibt er unter Druck nach, damit der Deal überhaupt zustande kommt. Und manchmal ist er nach der Unterschrift unter den Maklervertrag in Gedanken schon beim nächsten Auftrag.

Dazu kommt das Persönliche. Ein Hausverkauf ist selten nur ein Geschäft. Da hängen Jahrzehnte dran, Erinnerungen, manchmal der Tod der Eltern, eine Trennung oder ein Neuanfang. Wer Sie in so einer Phase begleitet, trägt Verantwortung. Nicht jeder nimmt das ernst.

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3. Die 8 Warnsignale bei der Wahl Ihres Immobilienmaklers

Jetzt wird es konkret. Bei den folgenden acht Punkten sollten Sie hellhörig werden. Einer allein muss noch nichts heißen. Wenn mehrere zusammenkommen, wird das Bild aber ziemlich klar.

Warnsignal 1: Der Mondpreis als Köder

Er wirft einen kurzen Blick auf Ihr Haus, vielleicht nicht mal in die Unterlagen, und nennt Ihnen spontan eine Zahl, bei der Sie strahlen. „800.000 Euro, das ist drin.“ Klingt gut, oder?

Genau darauf sollten Sie achten. In der Branche ist das als „Überhöhungsköder“ bekannt: Der Makler verspricht einen Preis, den er nicht halten kann, damit er den Auftrag bekommt. Vier Wochen später ruft er an, um über eine „Preisanpassung“ zu reden.

Ein seriöser Makler nennt keinen Preis, bevor er das Objekt gesehen und mit echten Vergleichsdaten aus Ihrer Lage gerechnet hat. Die Bewertung ist die Grundlage für alles Weitere. Wer sie überspringt, will vor allem den Auftrag.

Warnsignal 2: Keine Bedarfsanalyse im Erstgespräch

Sie sitzen im Erstgespräch und der Makler redet hauptsächlich über sich: seine Erfolge, seine Provision, sein Büro. Fragen stellt er kaum. Warum verkaufen Sie? Bis wann? Gibt es etwas Besonderes, eine Erbengemeinschaft, einen Mieter im Haus, einen Kredit, der abgelöst werden muss?

Wer sich für Ihre Lage nicht interessiert, verkauft Ihr Haus nach Schema F. Und wer Ihren Fall nicht versteht, kann Sie auch nicht gut begleiten.

Genau diesen Punkt hat die DISQ-Studie 2026 als eine der größten Schwächen der Branche benannt.

Warnsignal 3: E-Mails bleiben unbeantwortet

Sie schreiben eine Mail und warten. Einen Tag, drei Tage, eine Woche.

Frau sitzt auf dem Sofa und schaut nachdenklich auf ihr Smartphone

Das ist kein Einzelfall. Laut DISQ-Studie bleibt ein großer Teil der E-Mail-Anfragen an große Maklerhäuser unbeantwortet, und die Antworten, die kommen, sind oft allgemein gehalten.

Wenn ein Makler schon beim ersten Kontakt nicht antwortet, wie soll es dann während des Verkaufs laufen? Wenn ein Käufer Rückfragen hat, der Notar Unterlagen braucht oder Sie abends um zehn wach liegen, weil Sie nicht wissen, was gerade passiert?

Warnsignal 4: Massenbesichtigungen ohne Vorqualifizierung

„Wir haben sehr viele Anfragen“ klingt erst mal gut. Viel wert ist es aber nur, wenn jemand vorher aussortiert.

Ein guter Makler führt nicht zwanzig Leute gleichzeitig durch Ihr Haus. Er klärt vorher, ob der Interessent sich das Objekt leisten kann, ob Zeitplan und Vorstellungen passen und ob überhaupt eine echte Kaufabsicht dahintersteht.

Massenbesichtigungen sparen dem Makler Zeit, Ihrem Verkauf helfen sie selten. Viele Leute laufen durchs Haus, kaum einer kauft, und schnell gilt das Objekt als schwer verkäuflich. Die wenigen ernsthaften Käufer merken das und nutzen es in der Preisverhandlung gegen Sie.

Warnsignal 5: Schlechte Fotos und ein Exposé von der Stange

Sie lesen das Exposé und denken, das könnte jedes Haus in Ihrer Straße sein. Dunkle Handyfotos, dazu ein Text über „gemütliches Wohnambiente“ und die „sonnige Südterrasse“, wie in hundert anderen Exposés auch.

Ihr Haus hat eine eigene Geschichte und einen eigenen Charakter, und das sollte man auf den Fotos und im Text sehen. Wenn das Exposé austauschbar ist, ist es das Marketing Ihres Maklers meistens auch.

Warnsignal 6: Der Makler kennt Ihr Objekt kaum

Das klingt absurd, kommt aber öfter vor, als man denkt. Der Makler steht bei der Besichtigung und weiß die Eckdaten nicht. Er fragt nach der Heizung, die Sie ihm vor zwei Wochen erklärt haben, weiß nicht, welcher Anbau genehmigt ist, und kann die Frage nach der Energieeffizienzklasse nicht beantworten.

Wer Ihr Haus nicht kennt, kann es auch nicht verkaufen.

Warnsignal 7: Kein Netzwerk, kein Käuferstamm

Ein guter Makler hat Käufer an der Hand, die er kennt, die er schon geprüft hat und die auf ein passendes Objekt warten. Wenn Ihr Makler nach dem Auftrag als Erstes ein Inserat bei ImmoScout24 aufgibt, ohne vorher in seinem Netzwerk nachzufragen, fehlt ihm genau das.

Off-Market-Verkäufe, also Verkäufe, bevor das Haus überhaupt öffentlich inseriert ist, sind ein gutes Zeichen dafür, dass das Netzwerk funktioniert. Nicht jede Immobilie eignet sich dafür. Ein Makler, der so arbeiten kann, hat aber einen klaren Vorteil.

Warnsignal 8: Funkstille nach Vertragsunterzeichnung

Das ist das bekannteste Muster, und für mich auch das traurigste. Sie unterschreiben den Alleinauftrag und erreichen Ihren Makler danach kaum noch. Updates kommen selten, Rückmeldungen zu Besichtigungen gar nicht. Sie wissen nicht, was gerade läuft, und fühlen sich wie eine Akte im Regal.

An dieser Stelle zeigt sich, ob jemand für Sie arbeitet oder nur den Auftrag haben wollte.

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4. Was einen guten Immobilienmakler ausmacht

Genug von den schlechten Beispielen. Woran erkennen Sie jemanden, dem Sie vertrauen können?

Merkmal 1: Ehrliche Preisbewertung, auch wenn sie wehtut

Ein guter Makler sagt Ihnen, was Ihre Immobilie wert ist. Auch wenn Sie auf mehr gehofft hatten und auch auf die Gefahr hin, dass Sie ihn deshalb nicht beauftragen.

Das ist wichtig, weil ein zu hoher Startpreis Ihr größtes Risiko ist. Ein Haus, das zu teuer inseriert wird, verliert schnell an Schwung. Interessenten scrollen weiter, und wer sich trotzdem meldet, nutzt die lange Vermarktungszeit später, um den Preis zu drücken. Dann verkaufen Sie nicht nur später, sondern meistens auch schlechter.

Ein guter Makler sagt Ihnen das offen und erklärt, wie er auf seinen Preis kommt: mit Vergleichsdaten, aktuellen Marktauswertungen und einem Gefühl dafür, was Käufer in Ihrer Gegend gerade tatsächlich zahlen.

Merkmal 2: Echtes Marktverständnis in Köln, Bonn, Frankfurt und Regensburg statt Portaldaten

Ob jemand in einer Region arbeitet oder in mehreren, sagt wenig darüber aus, wie gut er sich auskennt. Entscheidend ist, ob das Wissen da ist.

Gemeint ist: zu wissen, warum die eine Straße im Viertel besser läuft als die nächste. Die Bausubstanz zu kennen, die typischen Käufer und die Nachfrage vor Ort. Einschätzen zu können, wann ein Objekt auf den Markt sollte und wann man besser noch ein paar Wochen wartet.

Das steht in keinem Portal. Das lernt man über Jahre, durch abgeschlossene Verkäufe und viele Gespräche mit Käufern und Verkäufern.

Ein paar Beispiele. Im Rhein-Erft-Kreis unterscheiden sich Frechen, Brühl und Kerpen teils deutlich, weil dort andere Käufer suchen und die Infrastruktur eine andere ist. Im Rhein-Sieg-Kreis ist Siegburg ein anderer Markt als Troisdorf oder Meckenheim, obwohl keine zehn Kilometer dazwischen liegen. In Köln ist Ehrenfeld nicht Nippes und Deutz nicht Longerich. In Regensburg zieht der Markt seit Jahren an, wer 2022 verkauft hat, hat ganz andere Zahlen gesehen als heute. Und in Frankfurt und der Wetterau kommt es auf die genaue Lage an. Wer das nicht weiß, setzt den falschen Preis.

Wer sich dieses Wissen in einigen bewusst gewählten Regionen erarbeitet hat, ist deshalb nicht schwächer als jemand, der nur eine Straße kennt. Das Problem sind Makler, die heute in Hamburg inserieren und morgen in München und sich nirgends richtig auskennen.

Merkmal 3: Individuelle Bedarfsanalyse vor jedem Schritt

Ihr Verkauf ist nicht wie jeder andere, und Ihr Makler sollte sich danach richten.

Was ist Ihnen am wichtigsten? Ein schneller Verkauf, der höchste Preis oder ein bestimmter Käufer, bei dem Sie Ihr Haus in guten Händen wissen? Gibt es in der Familie etwas, das den Zeitplan beeinflusst? Mieter im Haus, ein Nießbrauch?

Ein guter Makler fragt das und baut seinen Plan darauf auf, nicht auf sein Standardprogramm.

Merkmal 4: Echte Erreichbarkeit

Klingt selbstverständlich. Ist es leider nicht.

Gemeint ist: Sie rufen an, und er geht ran. Sie schreiben eine Mail und bekommen innerhalb von 24 Stunden eine richtige Antwort, keine automatische Eingangsbestätigung. Er meldet sich von selbst, auch wenn es gerade nichts Neues gibt. Er sagt Ihnen, wie die Besichtigungen gelaufen sind und warum ein Interessent abgesprungen ist.

Laut DISQ-Studie 2026 ist genau das die größte Schwäche der Branche. Wer es trotzdem schafft, ist eher die Ausnahme, und das Vertrauen, das so entsteht, ist durch nichts zu ersetzen.

Merkmal 5: Vorqualifizierung der Kaufinteressenten

Nicht jeder, der Interesse zeigt, ist auch ein ernsthafter Käufer. Ein guter Makler weiß das und sortiert vorher aus.

Er klärt, ob die Finanzierung steht, wie viel Eigenkapital da ist, wie ernst die Kaufabsicht ist und welcher Zeitrahmen dahintersteht. So verlieren Sie keine Zeit mit Leuten, die am Ende beim Notar nicht unterschreiben können.

Merkmal 6: Marketing, das Ihre Immobilie zeigt, wie sie ist

Bei den Fotos gibt es keinen Spielraum. Sie entscheiden, ob jemand Ihr Exposé überhaupt anklickt.

Dazu gehört ein Text, der nicht aus dem Baukasten kommt und zeigt, was Ihr Haus besonders macht, statt Floskeln wie „hohe Decken“ und „gute Verkehrsanbindung“ aneinanderzureihen. Wer Ihr Haus verstanden hat, schreibt kein Formular, sondern erzählt davon.

Heute gehören außerdem die passenden Plattformen dazu, saubere Grundrisse und, wo es Sinn ergibt, ein virtueller Rundgang. Und bevor das Haus öffentlich wird, schreibt ein guter Makler gezielt die Interessenten aus seinem Netzwerk an.

Merkmal 7: Offene Kommunikation, auch bei schlechten Nachrichten

Ein Interessent hat nach der Besichtigung abgesagt. Warum? Was hat ihn gestört? Und was folgt daraus für den Preis, die Präsentation oder die Zielgruppe?

Ein guter Makler erzählt Ihnen das ungeschönt. Sie können nur gut entscheiden, wenn Sie wissen, wie es tatsächlich steht. Schönreden bringt Ihnen nichts.

Merkmal 8: Ein Netzwerk, das funktioniert

Gute Makler kennen die passenden Notare und Steuerberater, die sich mit Immobilienverkäufen auskennen. Sie kennen Handwerker, die ein Haus vor dem Verkauf schnell und zuverlässig herrichten, und Architekten, die einem Käufer einen Umbauplan zeigen können, wenn er danach fragt.

Das beschleunigt den Verkauf. Und Käufer merken, dass hier alles geordnet läuft.

Gegenüberstellung: Warnsignale und gute Maklerarbeit

  • Preisbewertung: Warnsignal: Mondpreis als Köder. Guter Makler: ehrliche Marktanalyse, auch wenn sie wehtut.
  • Bedarfsanalyse: Warnsignal: kein Interesse an Ihrer Situation. Guter Makler: gründliches Erstgespräch und eine Strategie für Ihren Fall.
  • Erreichbarkeit: Warnsignal: Funkstille nach der Unterschrift. Guter Makler: meldet sich von selbst, antwortet innerhalb von 24 Stunden.
  • Besichtigungen: Warnsignal: Massentermine ohne Vorauswahl. Guter Makler: ausgewählte Interessenten, gut vorbereitete Termine.
  • Marketing: Warnsignal: Handyfotos und Texte von der Stange. Guter Makler: professionelle Fotos und ein eigener Exposétext.
  • Käufernetzwerk: Warnsignal: nur Portalinserate. Guter Makler: eigene Interessentenkartei, Off-Market-Optionen.
  • Transparenz: Warnsignal: Schönreden, Schweigen bei Problemen. Guter Makler: ehrliches Feedback, auch bei Rückschlägen.
  • Vertragsbindung: Warnsignal: will den Auftrag, nicht den Abschluss. Guter Makler: arbeitet für Ihr Ergebnis bis zur Schlüsselübergabe.

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Berater erklärt einem älteren Paar am Schreibtisch einen Grundriss

5. Immobilienmakler finden: 5 Fragen fürs Erstgespräch

Sie sitzen im Erstgespräch. Diese fünf Fragen sollten Sie stellen, und an den Antworten merken Sie schnell, mit wem Sie es zu tun haben.

Frage 1: „Wie kommen Sie auf diesen Wert, und welche Vergleichsobjekte haben Sie dafür herangezogen?“

An dieser Frage sehen Sie sofort, ob jemand den Markt kennt oder aus dem Bauch heraus schätzt.

Gute Antwort: konkrete Vergleichsobjekte aus den letzten 6 bis 12 Monaten mit Quadratmeterpreis, Lage und Zustand. Dazu eine Erklärung, wie bewertet wurde, und ein Hinweis auf Besonderheiten vor Ort, die den Wert beeinflussen.

Schwache Antwort: „Wir haben viel Erfahrung in der Region“ oder „Ich würde mal sagen, X Euro“, ohne Zahlen, die das stützen.

Frage 2: „Wie viele Objekte betreuen Sie gerade gleichzeitig?“

Daran sehen Sie, ob Sie eine Nummer sind oder ein Mensch.

Gute Antwort: eine überschaubare Zahl, bei der echte Betreuung noch möglich ist, also regelmäßige Rückmeldungen, persönliche Besichtigungen und eine eigene Strategie für jedes Objekt.

Schwache Antwort: mehr als zehn bis fünfzehn laufende Verkaufsaufträge. Dann sind Sie einer von vielen, und für Ihren Verkauf bleibt kaum Zeit.

Frage 3: „Wie prüfen Sie Kaufinteressenten vor einer Besichtigung?“

Hier zeigt sich, ob Ihr Makler Ihren Verkauf schützt oder einfach möglichst viele Leute durchschleust.

Gute Antwort: ein klares Vorgehen, etwa ein telefonisches Vorgespräch, Fragen nach Eigenkapital und Finanzierung und ein Abgleich, ob Vorstellungen und Objekt zusammenpassen.

Schwache Antwort: „Wir zeigen das Objekt allen Interessenten“ oder „Das regelt sich von selbst.“

Frage 4: „Wie und wie oft halten Sie mich während des Verkaufs auf dem Laufenden?“

Nichts zu hören ist für die meisten Verkäufer das Schlimmste.

Gute Antwort: eine konkrete Beschreibung, zum Beispiel wöchentliche Updates, Rückmeldung zu Besichtigungen innerhalb von 48 Stunden und Erreichbarkeit auch außerhalb der Bürozeiten.

Schwache Antwort: „Wir halten Sie auf dem Laufenden“, ohne dass irgendetwas Konkretes zugesagt wird.

Frage 5: „Können Sie mir drei Eigentümer nennen, die Sie in den letzten zwölf Monaten begleitet haben?“

Gute Arbeit lässt sich nachprüfen.

Gute Antwort: Namen, oder zumindest eine ehrliche Erklärung, warum das aus Datenschutzgründen gerade nicht geht, zusammen mit Bewertungen, die Sie selbst nachlesen können, etwa bei Google oder ProvenExpert.

Schwache Antwort: Ausweichen, Themenwechsel, der Verweis auf „zahlreiche zufriedene Kunden“.

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6. Maklerprovision: Was sie bedeutet und wann sie sich lohnt

Kaum ein Thema wird so oft missverstanden.

Hand hält Hausschlüssel über Euro-Geldscheinen

In Deutschland liegt die Maklerprovision je nach Bundesland und Vereinbarung zwischen 5,95 und 7,14 Prozent des Kaufpreises, aufgeteilt zu gleichen Teilen auf Käufer und Verkäufer. Ich berechne immer 6 Prozent zuzüglich Mehrwertsteuer, also 7,14 Prozent insgesamt, die Käufer und Verkäufer je zur Hälfte tragen. Bei einem Objekt für 500.000 Euro sind das für Sie als Verkäufer rund 17.850 Euro.

Das ist viel Geld, da will ich nichts schönreden.

Die Frage ist nur nicht, was ein Makler kostet, sondern was er Ihnen bringt.

Professionell vermarktete Immobilien erzielen je nach Region, Objekt und Makler spürbar höhere Preise als vergleichbare Privatverkäufe. Wie groß der Unterschied ausfällt, hängt vom Einzelfall ab. Wenn ein guter Makler mehr herausholt, als er kostet, hat sich die Provision gerechnet, und die gesparte Zeit und die Nerven kommen noch dazu.

Das gilt aber nur für einen guten Makler.

Ein schlechter Makler holt nichts heraus. Er verbraucht die ersten Wochen am Markt, in denen Ihr Haus noch neu und gefragt ist, und am Ende verkaufen Sie womöglich schlechter, als Sie es allein geschafft hätten. Die Provision zahlen Sie trotzdem.

Das Problem ist also selten die Provision, sondern fast immer der falsche Makler.

Wann lohnt sich die Provision?

  • Erster Verkauf, keine Markterfahrung: Ja. Fehler bei Preis, Verhandlung und Vertrag können teuer werden.
  • Erbengemeinschaft: Ja. Jemand Neutrales, der alle Beteiligten zusammenbringt, ist hier Gold wert.
  • Zeitdruck (Umzug, Kauf eines neuen Objekts): Ja. Eine schnelle, gut geplante Vermarktung spart Monate.
  • Einfache Eigentumswohnung in gefragter Lage: Abwägen. Privat verkaufen geht, Sie brauchen dann aber rechtliches Wissen.
  • Hochwertige oder ungewöhnliche Immobilie: Ja. Es gibt weniger passende Käufer, die Verhandlung ist schwieriger, und das Netzwerk entscheidet.
  • Ein Käufer ist schon da: Abwägen. Ein voller Auftrag ist dann vielleicht nicht nötig, eine Beratung aber sinnvoll.

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7. Immobilienmakler-Bewertungen: Was meine Kunden sagen

Hier stehen keine ausgedachten Stimmen. Das sind echte Bewertungen von Eigentümern, die ich begleitet habe, alle öffentlich auf ImmobilienScout24 nachzulesen. Ich habe die ausgesucht, die am besten zeigen, worum es mir geht.

Lennart Schlegge, Hausverkauf:

„Wir haben uns für die Vermarktung unseres Hauses mit 3 verschiedenen Maklern getroffen. Beim ersten Treffen mit Frau Gehrke hat sie sehr viel Interesse am Haus gezeigt. Es hat sich angefühlt, als würde sie das Haus an uns verkaufen wollen. Unser erster Eindruck war zutreffend und bis zum heutigen Notartermin lief alles reibungslos. Überrascht hat uns, wie unterschiedlich die Marktwerteinschätzungen ausgefallen sind. Hätten wir uns für einen der 2 anderen Makler entschieden, wären wir mit einem viel niedrigeren Kaufpreis an den Markt gegangen. Am Ende gab es mehrere Kaufinteressenten, so konnten wir den eher höher angesetzten Kaufpreis noch mal übertreffen.“

Genau das meine ich mit Preisbewertung: nicht raten, sondern den Markt kennen und dann auch beim Preis bleiben.

Danielle Simons, Wohnungsverkauf:

„Frau Gehrke hat den Verkauf meiner Immobilie hochkompetent begleitet: vom Exposé bis zur Übergabe wurde ich sehr gut beraten und betreut. Auch in schwierigen Situationen war Frau Gehrke immer erreichbar und blieb stets souverän. Trotz ungünstiger Bedingungen fand sie eine gute Lösung.“

Wenn es schwierig wird, merken Sie am deutlichsten, wer für Sie da ist.

Andreas Jurk, Immobilienverkauf:

„Die Betreuung durch Frau Gehrke war sehr kompetent, persönlich und sie hat sich bis zur Schlüsselübergabe um alles gekümmert. Frau Gehrke war jederzeit erreichbar und alle Besichtigungstermine eigenständig durchgeführt. Wir hatten bis zur finalen Entscheidung keine wesentliche Arbeit.“

So soll es sein: Sie geben die Arbeit ab und können sich trotzdem darauf verlassen, dass alles läuft.

Carmen d’Avis, Wohnungsverkauf:

„Da ich selbst nicht vor Ort anwesend sein konnte, wickelte sie den Verkauf meiner Immobilie völlig selbständig bis hin zum Notartermin souverän ab. Ich bin sehr froh, dass mir die Frankfurter Sparkasse eine so professionelle Maklerin empfohlen hat.“

Frau d’Avis musste für den Verkauf nicht einmal anreisen.

Michael Relic, Immobilienverkauf:

„Frau Gehrke hat einen sehr guten Marktüberblick. Sie kommt mit fundierten Zahlen und versucht nichts zu beschönigen.“

Belastbare Zahlen und nichts beschönigen, darauf lege ich Wert.

Michael vom Hagen, Erbschaftsimmobilie:

„Frau Gehrke hat den gesamten Verkaufsprozess, der aufgrund von Unstimmigkeiten bei den Erben der Immobilie auftrat, sehr professionell und mit perfektem Einsatz abgewickelt.“

Eine Erbengemeinschaft, die sich nicht einig ist, gehört zu den kompliziertesten Fällen überhaupt. Da hilft nur Erfahrung.

Christian Wacker, Hausverkauf:

„Aufgrund ihrer Expertise und ihres ausgleichenden Wesens haben wir die Verhandlungen von der Erstbesichtigung bis zur Abstimmung des Kaufvertrages gerne in die Hände von Frau Gehrke gelegt. Aufgrund ihrer umfangreichen Kenntnisse im Bereich des Kaufvertragsrechts konnte Frau Gehrke alle Fragen der Interessenten im Vorfeld der Beurkundung beantworten und hat auch die Abstimmung mit dem Notariat für uns übernommen.“

Vertragsfragen klären und die Abstimmung mit dem Notar übernehmen, das gehört für mich einfach dazu.

Wenn ich diese Rückmeldungen nebeneinanderlege, tauchen immer dieselben Dinge auf: erreichbar sein, ehrlich sein, den Eigentümern Arbeit abnehmen, beim Preis standhaft bleiben und bis zum Schluss dabei sein. Darauf ist meine Arbeit ausgerichtet.

8. Immobilienmaklerin für Köln, Bonn, Frankfurt und Regensburg: Wie ich arbeite

Ich habe Essence of Estate gegründet, weil ich die andere Seite kenne. Ich habe lange in Strukturen gearbeitet, hinter denen ich irgendwann nicht mehr stehen konnte: Massenabfertigung, Aufträge um jeden Preis, Provisionen, die mit der Leistung wenig zu tun hatten.

Also habe ich mich dagegen entschieden.

Ich betreue bewusst nur wenige Objekte gleichzeitig. Ich will jedes Haus kennen und die Geschichte der Menschen, die es verkaufen. Und ich will den Käufer finden, der zu diesem Haus passt, nicht einfach den, der als Erster das Geld hat.

Die meisten meiner Aufträge kommen über Empfehlungen. Von Menschen, die mich kennen und wissen, wie ich arbeite, und die ihren Freunden, ihrer Familie oder ihren Geschäftspartnern sagen: „Ruf Marie-Jan an.“

Daran messe ich mich. Ich möchte den Leuten in fünf Jahren noch über den Weg laufen und mich freuen, sie zu sehen.

Das bekommen Sie bei mir:

Eine ehrliche Preisbewertung. Keinen Mondpreis und keine großen Versprechen, nur um den Auftrag zu bekommen. Sie bekommen eine gründliche Analyse und eine ehrliche Einschätzung, was Ihr Haus wert ist.

Eine Strategie für Ihren Fall. Ich plane die Vermarktung so, dass sie zu Ihrem Objekt, Ihrer Situation und Ihren Zielen passt.

Mich als Ansprechpartnerin. Kein Callcenter und kein wechselndes Team. Sie wissen, mit wem Sie sprechen, und Sie erreichen mich.

Genaue Marktkenntnis. Ich arbeite in Regionen, die ich aus abgeschlossenen Verkäufen kenne und nicht aus Portaldaten: Frankfurt und die Wetterau, der Rhein-Erft-Kreis, Köln und Bergisch Gladbach, Bonn und der Rhein-Sieg-Kreis, Regensburg, München und Landshut. Dort kenne ich die Preisentwicklung, die typischen Käufer und die Besonderheiten vor Ort. Wenn Sie im Rhein-Erft-Kreis, in Köln, in Bonn oder in Regensburg verkaufen, profitieren Sie von dieser Erfahrung.

Diskrete Vermarktung. Nicht jedes Haus muss auf jedem Portal stehen. Manchmal ist der passende Käufer schon in meinem Netzwerk. Das prüfe ich, und wir entscheiden gemeinsam.

Begleitung bis zum Schluss. Vom ersten Gespräch bis zur Schlüsselübergabe. Ich verschwinde nicht nach der Unterschrift und reiche Sie auch nicht an eine Assistenz weiter. Sie haben mit mir zu tun.

Hand hält einen Hausschlüssel mit Haus-Anhänger in einer offenen Tür

Guten Immobilienmakler finden: Was Sie jetzt tun können

Wenn Sie eine Immobilie verkaufen wollen, ob in Frankfurt, der Wetterau, Köln, Bonn, im Rhein-Sieg-Kreis, im Rhein-Erft-Kreis oder in Regensburg, wissen Sie jetzt, welche Fragen Sie stellen sollten.

Nehmen Sie die Warnsignale und die fünf Fragen mit ins nächste Gespräch. Achten Sie darauf, was Ihr Gegenüber antwortet, und vor allem, wie.

Ob jemandem Ihr Ergebnis am Herzen liegt, merken Sie meistens ziemlich schnell.

Wenn Sie vorher in Ruhe alles nachlesen wollen, fordern Sie meinen großen Report an. Dort finden Sie viele weiterführende Informationen und alles Wichtige auf einen Blick: Report anfordern

Wenn Sie lieber direkt mit mir sprechen möchten: Ich bin für Sie da.

Marie-Jan Gehrke | Essence of Estate
Telefon: 0160 8736425
E-Mail: m.gehrke@essenceofestate.de

Quellen

  • DISQ Servicestudie Immobilienmakler 2026 (Deutsches Institut für Service-Qualität, im Auftrag von ntv, Februar 2026): 370 Servicekontakte mit zehn überregionalen Immobilienmaklern. Branchendurchschnitt: 68,3 von 100 Punkten (befriedigend).
  • Auswertungen zu Verkaufspreisunterschieden zwischen Maklerverkäufen und Privatverkäufen basieren auf regionalen Marktanalysen mehrerer Immobilienportale und Branchenberichten 2024 bis 2026.

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Report „Den richtigen Makler erkennen“ als aufgefächerter Seitenstapel

Häufig gestellte Fragen

Lesen Sie hier nach, was Interessent:innen vor Ihnen schon gefragt haben. Bei allen weiteren Fragen kontaktieren Sie uns gerne.

Essence of Estate ist ein deutschlandweites Makler-Netzwerk für den Verkauf, Kauf und die Bewertung von Immobilien. Wir verbinden regionale Marktkenntnis mit persönlicher Begleitung — von der ersten Einschätzung bis zum Notartermin.

Wir arbeiten deutschlandweit. Besonders gut vernetzt sind wir in Köln, Bonn, Frankfurt am Main, dem Rhein-Erft-Kreis, der Wetterau und Regensburg. Ist Ihre Region nicht dabei, kontaktieren Sie uns — wir finden eine Lösung.

Wir setzen auf Begleitung statt Abwicklung. Das bedeutet: persönliche Ansprechpartner, transparente Kommunikation und ein Verkaufsprozess, der sich an Ihren Bedürfnissen orientiert — nicht an Geschwindigkeit.

Die Erstberatung und die Bewertung Ihrer Immobilie sind kostenlos und unverbindlich. Erst wenn Sie sich für eine Zusammenarbeit entscheiden, vereinbaren wir gemeinsam die Konditionen.

Ja, wir begleiten Erben und Erbengemeinschaften durch den gesamten Prozess. Von der Bewertung der Nachlassimmobilie über rechtliche Einordnung bis zum Verkauf — mit der nötigen Sensibilität für diese besondere Situation.

Kontaktieren Sie uns für eine kostenlose Wertermittlung. Wir analysieren Lage, Zustand und Marktumfeld Ihrer Immobilie und geben Ihnen eine fundierte Einschätzung — als Grundlage für Ihre nächsten Schritte.

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Hand hält Hausschlüssel vor der Haustür eines Backsteinhauses

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